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Ein Weißgoldring, der beim Kauf hell und glänzend wirkte, zeigt nach einigen Jahren plötzlich einen leicht gelblichen Farbton. Besonders bei häufig getragenen Trau- und Verlobungsringen fällt diese Veränderung irgendwann auf.
Viele Besitzer fragen sich dann: Ist mit meinem Weißgold etwas nicht in Ordnung?
In vielen Fällen gehört die Veränderung schlicht zum Tragen des Schmuckstücks. Denn Weißgold ist nicht von Natur aus strahlend weiß. Entscheidend sind die verwendete Goldlegierung und die Oberflächenbehandlung.
Weißgold ist eine Goldlegierung. Gold wird dabei mit weiteren Metallen kombiniert, um die gewünschte Farbe und bestimmte Materialeigenschaften zu erreichen.
Typische Angaben sind beispielsweise:
Die genaue Farbwirkung hängt von der Zusammensetzung der jeweiligen Legierung ab. Weißgold kann daher von Natur aus einen leicht warmen oder gräulichen Grundton besitzen.
Viele Weißgoldschmuckstücke werden zusätzlich rhodiniert.
Dabei wird die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Rhodium versehen. Rhodium gehört zur Gruppe der Platinmetalle und besitzt eine helle, weißlich-silbrige Erscheinung.
Die Rhodinierung sorgt für den charakteristischen hellen Look, den viele Menschen mit Weißgold verbinden.
Diese Oberflächenschicht ist allerdings nicht unbegrenzt haltbar.
Bei regelmäßig getragenem Schmuck wird die Oberfläche mechanisch beansprucht. Besonders Ringe kommen täglich mit zahlreichen Gegenständen und Oberflächen in Kontakt.
Mit der Zeit kann sich eine vorhandene Rhodiumschicht abnutzen. Dadurch wird die darunterliegende Weißgoldlegierung stärker sichtbar.
Je nach Zusammensetzung kann diese einen wärmeren Farbton besitzen.
Der Ring ist deshalb nicht plötzlich zu Gelbgold geworden. Vielmehr zeigt sich das ursprüngliche Material stärker.
Typische Bereiche sind Stellen mit viel Haut- oder Oberflächenkontakt.
Bei einem Ring betrifft das insbesondere die Unterseite der Ringschiene. Aber auch Kanten und erhabene Bereiche können Veränderungen zeigen.
Wie schnell dies geschieht, hängt unter anderem davon ab:
Eine pauschale Aussage, nach wie vielen Jahren Weißgold neu rhodiniert werden muss, ist daher kaum möglich.
Je nach Zustand des Schmuckstücks kann eine professionelle Aufarbeitung infrage kommen.
Dabei wird zunächst geprüft, wie die Oberfläche beschaffen ist und welche Gebrauchsspuren vorhanden sind. Anschließend kann das Schmuckstück fachgerecht bearbeitet und gegebenenfalls erneut rhodiniert werden.
So kann ein häufig getragener Weißgoldring wieder deutlich näher an sein ursprüngliches Erscheinungsbild gebracht werden.
Leichte Verschmutzungen lassen sich bei vielen Schmuckstücken vorsichtig entfernen. Allerdings sollte zwischen Verschmutzung und einer abgenutzten Oberflächenbeschichtung unterschieden werden.
Ist die Rhodinierung bereits abgetragen, lässt sich der ursprüngliche helle Farbton nicht einfach durch stärkeres Putzen zurückholen.
Aggressive Hausmittel oder scheuernde Produkte sind ebenfalls keine gute Idee. Sie können empfindliche Oberflächen zusätzlich beanspruchen.
Bei Verlobungsringen und anderen Schmuckstücken mit Steinbesatz sollte nicht nur die Oberfläche betrachtet werden.
Eine professionelle Aufarbeitung bietet zugleich die Gelegenheit, die Fassungen kontrollieren zu lassen. Bei häufig getragenen Ringen kann geprüft werden, ob Diamanten und andere Edelsteine weiterhin sicher sitzen.
Gerade bei einem wertvollen Verlobungsring ist diese Kontrolle sinnvoller, als lediglich die Oberfläche zu behandeln.
Optisch können Weißgold und Platin ähnlich wirken, dennoch handelt es sich um unterschiedliche Edelmetalle.
Platin besitzt seinen charakteristischen hellen Farbton von Natur aus. Weißgold dagegen entsteht durch eine Goldlegierung und kann zusätzlich rhodiniert werden.
Auch Gewicht, Materialeigenschaften und Verarbeitung unterscheiden sich.
Wer einen Trau- oder Verlobungsring plant, sollte deshalb nicht ausschließlich nach der Farbe entscheiden. Das persönliche Tragegefühl und das gewünschte Design sind ebenfalls wichtig.
Nicht zwingend.
Manche Menschen mögen die natürliche Entwicklung ihres Schmuckstücks und stören sich nicht daran, wenn der Grundton der Weißgoldlegierung sichtbar wird.
Andere möchten den besonders hellen Charakter erhalten und entscheiden sich deshalb irgendwann für eine erneute Aufarbeitung.
Beides ist möglich. Entscheidend ist, wie das Schmuckstück aussehen soll und in welchem Zustand es sich befindet.
Nicht jeder ältere Ring muss lediglich aufgearbeitet werden.
Vielleicht besitzt der Ring einen schönen Diamanten, entspricht gestalterisch aber nicht mehr dem eigenen Geschmack. Gerade bei geerbtem Schmuck kann dann eine Umarbeitung interessant sein.
Vorhandene Edelsteine oder andere Elemente können abhängig vom Schmuckstück in einen neuen Entwurf integriert werden.
So kann aus einem alten Weißgoldring ein modernes Schmuckstück entstehen, ohne seine persönliche Geschichte vollständig zu verlieren.
Wenn Weißgold mit der Zeit einen wärmeren oder gelblicheren Farbton zeigt, kann dies mit der natürlichen Farbe der Legierung und einer abgenutzten Rhodinierung zusammenhängen.
Gerade bei täglich getragenen Ringen sind Veränderungen der Oberfläche vollkommen nachvollziehbar.
Wer sich wieder eine hellere Optik wünscht, sollte das Schmuckstück fachgerecht begutachten lassen. Dabei kann gleichzeitig geprüft werden, ob eine Aufarbeitung, erneute Rhodinierung oder vielleicht sogar eine individuelle Umarbeitung die passende Lösung ist.
Die Farbe hängt von der verwendeten Legierung ab. Viele Weißgoldschmuckstücke erhalten durch eine zusätzliche Rhodinierung eine besonders helle Oberfläche.
Die Unterseite ist beim Tragen besonders hoher Reibung ausgesetzt. Eine vorhandene Oberflächenbeschichtung kann sich dort deshalb stärker abnutzen.
Je nach Schmuckstück und Zustand kann eine erneute Rhodinierung im Rahmen einer professionellen Aufarbeitung möglich sein.
Ein wärmerer Farbton allein ist kein ausreichendes Qualitätsmerkmal. Entscheidend sind unter anderem Legierung, Verarbeitung und Zustand des Schmuckstücks.
Viele ältere Schmuckstücke bieten Möglichkeiten zur Umarbeitung. Welche Bestandteile weiterverwendet werden können, muss individuell beurteilt werden.
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